Nachhaltig von Nutzen für unsere Natur
Vision und Verantwortung:
unser Weg zur „grünen Null“
Wir geben eine klare Richtung vor: Bis zum Jahr 2050 wollen wir als Unternehmen bilanziell vollständig klimaneutral sein. Was das bedeutet? Dass unser Fokus klar auf der Vermeidung und Reduktion von CO₂ liegt. Und die Emissionen, die wir technisch nicht – oder noch nicht – vermeiden können, gleichen wir durch Klimaschutzmaßnahmen aus. So wird unsere CO₂-Bilanz „unterm Strich“ neutral.
Wir handeln jetzt, um die Dekarbonisierung voranzutreiben. Bis zum Jahr 2030 wollen wir unseren CO₂-Fußabdruck pro Fahrzeug in Europa im Vergleich zu 2018 signifikant senken. Ein wichtiger Hebel ist die Elektrifizierung: Ab 2030 sollen ein Großteil unserer Fahrzeuge rein elektrisch fahren. Ambitionierte Pläne haben wir auch für unsere Produktion: Bis zum Jahr 2040 wollen wir hier bilanziell klimaneutral sein. Dass unsere Maßnahmen greifen, belegen die Zahlen: Durch konsequente Energieeffizienz und Ökostrom-Nutzung haben wir den produktionsbedingten CO₂-Ausstoß bereits um mehr als 65 % gesenkt.
Volle Energie: Regenerativer Strom & Solarenergie
Der wichtigste Hebel für eine saubere Bilanz ist die Energie. Die Versorgung mit 100 % klimafreundlichem Strom aus regenerativen Quellen ist an unseren Standorten in Polen und Hannover bereits etablierter Standard. Trotzdem wollen wir nicht nur klimafreundlichen Strom einsetzen, sondern die Energiewende auch aktiv fördern. Darum unterstützt der Volkswagen Konzern den Aufbau von Wind- und Solarparks in ganz Europa.
Und auch an unseren lokalen Standorten leisten wir unseren Beitrag in Sachen Klimaschutz: Der Solarpark in Września erstreckt sich über 26 Hektar. Mit 25.000 Modulen und 18,3 Megawatt Leistung ist das Werk zeitweise unabhängig vom öffentlichen Netz. Das Werk versorgt sich somit selbst mit klimafreundlichem Strom.
Intelligente Wärme: Biomasse & Ressourceneffizienz
Energieeffizient sein heißt auch, Wärme intelligent zu nutzen und fossile Brennstoffe dauerhaft zu ersetzen. So setzen wir zum Beispiel in Hannover auf ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk, das die CO₂-Emissionen bei der Wärmeversorgung am Standort enorm senkt (Reduzierung der CO₂-Emissionen um mehr als 40 % im Vergleich zu 2024). Gleichzeitig nutzen wir auch vorhandene Potenziale konsequent weiter: Am Standort Poznań speisen wir die industrielle Abwärme aus der Produktion, die beispielsweise durch Kompressoren entsteht, in das Fernwärmenetz ein. So beheizen wir sowohl unsere eigenen Hallen als auch rund 6.500 benachbarte Haushalte in der Umgebung. Das ist eine gelebte Ressourceneffizienz, die jedes Jahr bis zu 3.500 Tonnen CO₂ in der Region einspart.
Mehr als nur Fabriken: Lebensraum & Artenvielfalt
Für uns heißt Klimaschutz auch, Ökosysteme zu bewahren und die biologische Vielfalt zu fördern. Darum schaffen wir an unseren Standorten aktiv neue Lebensräume:
- Auf unserem Werksgelände in Hannover haben wir Flächen entsiegelt, Streuobstwiesen angelegt und Wildbienen angesiedelt. Unsere 180.000 „Bulli-Bienen“ produzieren mittlerweile sogar unseren eigenen Werkshonig.
- Rund um die Werke in Poznań und Września haben unsere Mitarbeitenden bereits über 150.000 Bäume gepflanzt. Davon wurden im Rahmen des Projekts „Kohlenstoffwald“ spezielle Arten zur CO₂-Bindung gesetzt. So stärken wir nachhaltig die regionale Biodiversität rund um unsere Standorte.
Kreislaufwirtschaft im Innenraum
Nicht nur der Antrieb unserer Fahrzeuge ist emissionsarm, wir achten auch auf ressourcenschonende Materialien. Im ID. Buzz und im ID. Buzz Cargo ersetzen wir beispielsweise primäre Kunststoffe zunehmend durch Rezyklate – Materialien aus recycelten Produkten. So schonen wir Ressourcen.
Je nach Ausstattung kommen im Innenraum innovative Recycling-Lösungen zum Einsatz:
- Sitzbezüge: Im Sitzbezug des ID. Buzz People kommen beispielsweise in den Ausstattungen Design und Comfort alternative Materialien aus Meeresplastik bzw. alten PET-Flaschen (circa 63 Stück je 500 Milliliter) zum Einsatz. Der Sitzbezug besteht in der sogenannten Oberware aus Seaqual®-Garn, das zu 10 % aus gesammeltem Meeresmüll und zu 90 % aus recyceltem PES-Garn hergestellt wird. In Sitzbezügen mit ArtVelours Eco® beträgt der Recyclinganteil 71 %.
- Gesamtbilanz: Ein Rechenbeispiel zeigt die Wirkung, denn in einem ID. Buzz mit fünf Sitzen und entsprechender Ausstattung erhalten insgesamt 63 PET-Flaschen (0,5 l) ein zweites Leben.
- Boden & Seiten: Die Oberschicht der Fußmatten sowie die optionalen Seitentaschen im ID. Buzz Cargo bestehen zu 100 % aus recycelten PET-Flaschen.
Auf diese Weise verbinden wir ökologisches Bewusstsein mit hochwertiger Qualität und Langlebigkeit.
Fokus Batterie: vom Rohstoff bis zum Recycling
Das Herzstück unserer vollelektrischen Fahrzeuge ist die Hochvolt-Batterie. Sie ist gleichzeitig auch ein wichtiger Hebel für die Ökobilanz. Aus diesem Grund betrachten wir den Lebenszyklus der Batterie ganzheitlich:
- Fertigung mit Ökostrom: Die Batteriezellen für unsere ID. Modelle werden ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen gefertigt. Pro Fahrzeug sparen wir damit rund eine Tonne CO₂ im Vergleich zur Batteriezellfertigung mit dem EU-Strommix (Stand 2025).
- Second Life: Alte Batterien sind bei uns kein Abfall. Stattdessen werden sie aufbereitet („Remanufacturing“) oder sie finden in Großspeichern eine neue Verwendung (Stichwort: „Re-Use“).
- Hightech-Recycling: Erst ganz am Ende steht das Recycling. Hier arbeitet die Volkswagen Group Components in der Pilotanlage Salzgitter bereits heute daran, große Mengen der wertvollen Rohstoffe (wie Lithium, Nickel und Kobalt) aus Hochvolt-Batterien zurückzugewinnen.
Häufige Fragen zu den Themen Umwelt & Produktion
Wie ist die Ökobilanz der Batterien in elektrischen Nutzfahrzeugen?
Welche Recycling-Materialien kommen in den E-Fahrzeugen zum Einsatz?
Wie wird Umweltschutz in der Lieferkette sichergestellt?
Gibt es zertifizierte Nachweise über die Umweltbilanz der Fahrzeuge?