- 1.
Die Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen.
Camping in der Natur: Tipps für unterwegs
Lagerfeuer, Sternenhimmel, mit dem sanften Rauschen der Wellen aufwachen – Camping verspricht Abenteuer und Naturerlebnisse. Damit unterwegs alles entspannt bleibt, lohnt es sich, einige praktische Aspekte im Blick zu behalten – von der Reiseplanung über den Campingplatz bis hin zum Verhalten vor Ort. Hier sind zehn Tipps für Camping und Vanlife, die den Aufenthalt unterwegs noch angenehmer machen können.
Packen wie ein Profi: leicht und praktisch
- 1.
Die Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen.
Weniger ist mehr: Bevor du losfährst, pack nur das Nötigste ein – weniger Ballast im Camper kann die Reise angenehmer machen und mehr Stauraum schaffen. Nutze kleine, wiederbefüllbare Reisegrößen für Shampoo und Spüli und vermeide so den Neukauf von Mini-Plastikbehältern. Noch besser: festes Shampoo und Seife in praktischen Holz- oder Edelstahlboxen. Lade Offline-Karten herunter – so hast du sie auch ohne Internetverbindung immer dabei und musst keine großen Papierkarten mitschleppen. Fülle den Wassertank vor der Abfahrt nur für das Nötigste, zum Beispiel fürs Hände waschen. Leere den Schmutzwassertank und kaufe Lebensmittel erst vor Ort. Und klar: Nimmst du viele Getränke mit, erhöht das sowohl Gewicht wie auch Verbrauch. Allerdings sollte dein Camper nicht nur praktisch ausgestattet sein, sondern auch zu deinen individuellen Reisebedürfnissen passen. Neue wie ältere Fahrzeuge haben dabei jeweils ihre eigenen Vorzüge.
Slow Travel: mehr Zeit für neue Entdeckungen
- 1.
Die Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen.
Auf der Straße ist Slow Travel dein Freund: mehr erleben und eine Region intensiver kennenlernen. Lieber eine Region intensiv erkunden, als viele oberflächlich abhaken. Entschleunigung ist hier das Zauberwort. Wer langsam reist, sieht und fühlt mehr. Fahre vorausschauend mit konstantem Tempo und achte auf den Reifendruck. Lass lieber das Fenster offen, statt die Klimaanlage einzuschalten, um Sprit zu sparen. Auch kürzere Wege können mehr Zeit für Erlebnisse vor Ort schaffen – entdecke doch mal spannende Urlaubsziele in deiner Nähe.
Wenn du nicht an Schulferien gebunden bist, urlaube in der Nebensaison. Reist du antizyklisch und meidest Hotspots, kannst du beliebte Reiseziele oft entspannter erleben. Wer seine Reise bewusst planen möchte, kann sich bereits vorab über Route, Reisezeit und Ausflüge informieren.
Living wild & free? Ja, aber nicht überall
Auch wenn das Wildcampen die vielleicht romantischte Vorstellung von Freiheit darstellt: in vielen Ländern Europas es verboten. Und das aus vielen guten Gründen. Neben den Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen geht es auch um einen Gedanken, den nicht immer alle sofort mit Vanlife verbinden – nämlich, dass du überall nur zu Gast bist. Sich über lokale Gepflogenheiten, die Sitten der örtlichen Bevölkerung oder den Schutz der Natur hinwegzusetzen passiert umso schneller, je weniger Restriktionen dich erwarten. Deine persönliche (Reise-)Freiheit geht eben auch immer einher mit dem Schutz der Freiheiten aller anderen Menschen vor Ort. Wenn du also an einem neuen Ort ankommst, überlege dir, wie du respektvoll mit Menschen, lokalen Gegebenheiten und der Umgebung umgehst.
Ein erster Schritt ist natürlich, nicht in Naturschutzgebieten zu campen. Schau, dass du stets auf festem Untergrund campst und nicht etwa auf Wiesen. Achte darauf, dass du auch die Menschen vor Ort so wenig wie möglich störst – sei es durch laute Musik, spätes Feiern, Rauch und offenes Feuer oder durch die Art, wie du deinen Stellplatz wählst. Unterstütze die lokale Wirtschaft, indem du etwas zurückgibst, zum Beispiel mal ein Abendessen im Ort statt selbst kochen im Bus. Wichtig ist immer: genug Abstand zu Gewässern halten, um die Bewohner dort nicht zu stören. Und ganz allgemein: stelle deine Bedürfnisse nicht über die der lokalen Bevölkerung und der Natur. Und falls du nach weiteren Campingtipps suchst – einfach hier weiterlesen:
Besondere Campingplätze: Darauf kannst du achten
- 1.
Die Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen.
Campingplätze unterscheiden sich in ihrem Angebot und ihrer Ausstattung. Je nach persönlichen Vorlieben lohnt es sich, vorab auf Angebote wie Fahrradverleih, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Freizeitangebote oder zusätzliche Services zu achten. Auch die Lage und die Infrastruktur des Platzes können bei der Wahl eine wichtige Rolle spielen.
Achte auf das ECOCAMPING-Label. Es kennzeichnet Campingplätze und Glamping-Anbieter, die an diesem Programm teilnehmen. Schau mal auf ecocamps.de vorbei. Dort findest du aktuell Ziele in Deutschland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Österreich, in der Schweiz, Slowenien und Spanien. Auch Campingplätze mit dem EU Ecolabel können für die Suche nach geeigneten Reisezielen interessant sein.
Pedale statt Parkplatz: vor Ort das Rad schnappen
Kannst du Fahrrad fahren? Dann mach das doch mal im Urlaub. Erkunde die Gegend auf zwei Rädern – das macht Spaß, hält fit und schont die Umwelt. Kurze Strecken legst du mit dem Rad oft sogar schneller zurück. Und du sparst dir die lästige Parkplatzsuche. Außerdem siehst du mehr von der Landschaft und entdeckst womöglich noch den einen oder anderen Geheimpfad. Und wie wärs, wenn du das gesparte Geld dann einfach in ein paar Vergnügungen vor Ort investierst?
Ist das Ziel weiter weg oder das Wetter mies? Dann nimm einfach öffentliche Verkehrsmittel und lass deinen Camper stehen. Fahrräder kannst du entweder mitbringen (hier ein paar Ideen, wie du dein Fahrrad mit in den Urlaub bekommst) oder vor Ort ausleihen – viele Campingplätze bieten diesen Service an. So wird dein Urlaub ein echtes Erlebnis, und die Umwelt dankt es dir.
Praktische Campinghygiene für unterwegs
Chemiekeule? Nein, danke! Bei der Campinghygiene lohnt es sich, Produkte auszuwählen, die zu deinen Reisegewohnheiten passen. Klar, es gibt eine große Auswahl an Kosmetikprodukten. Aber teste dich durch und du wirst deine Favoriten finden.
Viele Camperinnen und Camper greifen bei ihrer Campinghygiene auf Naturprodukte zurück. Sie sind frei von Mikroplastik und Palmöl. Außerdem reduzieren sie Verpackungsmüll. Und sie setzen auf biologisch abbaubare Inhaltsstoffe. Aber Achtung: Biologisch abbaubar heißt nicht, dass du es einfach in die Natur (oder schlimmer: ins Wasser) entsorgen kannst. Denn auch der Abbauprozess dauert seine Zeit.
Du willst sauber bleiben? Dann verwende feste Seife, denn die spart Gewicht und Platz. Beim Zähneputzen den Wasserhahn zudrehen – kennst du. Noch besser wird’s mit einer Bambuszahnbürste und fester Zahnpasta. Und für die Reinigung deines Campers müssen nicht unnötig viele Putzmittel mitreisen – schonende Hausmittel wie Natron, Essig, Zitrone oder Kernseife tun’s auch. So bleibt dein Camper sauber und ordentlich.
Ressourcen unterwegs bewusst nutzen
- 1.
Die Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen.
Wie zu Hause, so auf dem Campingplatz: Ein bewusster Umgang mit Wasser und Energie kann im Alltag unterwegs hilfreich sein. Oft haben kleine Dinge großen Einfluss. Duschzeit kurz halten. Wasserhahn beim Abwasch zwischendurch zudrehen. Wäsche waschen reduzieren. Sowas eben. Auch gut: Nutze wasserlose Campingtoiletten. Kochwasser? Kannst du prima zum Spülen weiterverwenden. Ein sparsamer Umgang mit Wasser kann insbesondere auf längeren Reisen sinnvoll sein. Und was deine elektronischen Geräte angeht: Nutze elektronische Geräte nach Bedarf und lade sie bei Bedarf auf. Den kannst du mit Solaranlagen und Mini-Windrädern selbst produzieren. Das ist besonders praktisch für Langzeitreisende. Tipp: Auch beim Campen sind LEDs besser als stromfressende Lampen.
So, und was ist mit der großen Hitze im Süden? Nutze die Klimaanlage deines Campers mit Bedacht. Es hilft schon, die Anlage beim Rausgehen auszuschalten. Und warum immer gleich den Grill anwerfen? Genieße doch mal ein Picknick mit lokalen Spezialitäten.
Vom Markt auf den Teller: frisch, regional, lecker
Supermärkte gibt’s überall. Aber warum nicht mal auf dem lokalen Wochenmarkt einkaufen? Erstens bekommst du so regionale Spezialitäten direkt vom Erzeuger. Zweitens ist so ein Bummel ein Fest für die Sinne. Und drittens unterstützt du die Menschen vor Ort. Was ebenfalls klasse ist: Du entdeckst dabei Spezialitäten, die du sonst nie probiert hättest.
Apropos Spezialitäten: Statt in Food-Ketten zu essen, gönn dir eine Mahlzeit im kleinen Restaurant um die Ecke. Oder finde Souvenirs im unscheinbaren Lädchen nebenan, das echte handgefertigte Schätze bietet. Auch bei Ausflügen liegst du mit einem ortsansässigen Guide goldrichtig – die Person kennt die Gegend am besten und du stärkst gleichzeitig die lokale Wirtschaft.
Camping mit möglichst wenig Abfall
- 1.
Die Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen.
Wo Campingplätze sind, ist Müll garantiert. Damit du Abfall klug vermeidest (und richtig entsorgst), braucht es gar nicht viel: Mehrweg- und wiederbefüllbare Produkte nutzen, Unverpacktes kaufen und ganz generell auf regionale Köstlichkeiten setzen. So kannst du Verpackungsmaterial unterwegs reduzieren. Viele Campingplätze bieten Stationen zur Mülltrennung an, nutze sie!
Hier kommen noch die Klassiker: Müll sammeln, vor allem auch den der anderen Leute. Keinen Abfall zurücklassen, wenn du deine Zelte abbrichst. Ab- und Grauwasser nur an dafür vorgesehenen Stellen entsorgen. Und wenn du nur kurz unterwegs bist: Müll mit nach Hause nehmen und dort trennen. Und zu guter Letzt: Schnapp dir eine Tüte und mach beim Spaziergang mal Halt, um achtlos weggeworfenen Plastikmüll einzusammeln. Es mag manchmal mühsam erscheinen, aber schon kleine Maßnahmen können dazu beitragen, Campingplätze und Stellflächen sauber zu halten.
Clever campen: die fünf Rs für Outdoor-Abenteuer
- 1.
Die Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen.
Kennst du die fünf Rs? Die stehen für Refuse, Reduce, Reuse, Repurpose, Recycle. Das heißt: unnötige Produkte wie Einweggüter ablehnen (refuse), Verbrauch von Ressourcen reduzieren (reduce), Dinge mehrfach nutzen (reuse), Altes anders weiterverwenden (repurpose), Rohstoffe richtig trennen und entsorgen (recycle). Im Urlaub bedeutet das: wiederverwendbare Strohhalme, Wasserflaschen und Mehrwegbecher für den Kaffee unterwegs, mit Stofftaschen und Körben zum Shoppen. Gerade in südlichen Ländern kriegt man beim Einkauf oft eine Plastiktüte dazu – das muss nicht sein! Check vorab, ob du das Leitungswasser trinken kannst, dann sparst du dir Plastikflaschen.
Und beachte: Viele Produkte sind auch gebraucht erhältlich oder können mehrfach genutzt werden. Also warum nicht mal Gebrauchtes shoppen? So lassen sich vorhandene Produkte oft länger nutzen. Vieles, was du brauchst, gibt’s meistens schon irgendwo – von Büchern über Zubehör bis hin zum Camper selbst. Den kannst du bei kommerziellen Anbietern und von Privat mieten – oder du kannst dein eigenes Wohnmobil mit Familie und Freunden teilen. Du bist kreativ? Dann mach Dinge einfach selbst (Do it yourself Camping) – vom Brot und zugehörigem Beutel über Spülmittel bis hin zum Camper-Ausbau.
Camping leicht gemacht
- 1.
Die Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen.
Camping lässt sich mit ein wenig Planung einfach gestalten – und macht jede Menge Spaß. Egal ob bei der An- und Abreise, der Wahl des Campingplatzes oder einfach durch bewusste Achtsamkeit: Es gibt viele Möglichkeiten, die Reise angenehm und unkompliziert zu gestalten. Wie immer gilt: Schritt für Schritt ist der Weg. Also, schnapp dir deine Campingausrüstung und ab ins nächste Abenteuer!