Zwei Seenotretter der DLRG St. Peter-Ording vor einem Schlauchboot.
Zwei Seenotretter der DLRG St. Peter-Ording vor einem Schlauchboot.
Zwei Seenotretter der DLRG St. Peter-Ording vor einem Schlauchboot.
Zwei Seenotretter der DLRG St. Peter-Ording vor einem Schlauchboot.
Amarok

Lebensretter im Einsatz

Amarok

Lebensretter im Einsatz

Die DLRG St. Peter-Ording ist ganzjährig im Einsatz. Ihr neuer, speziell ausgerüsteter Amarok V6 hat seine ersten Einsätze mit Bravour gemeistert.

Die Urlauber schauen ihm hinterher

„Dieses Auto gibt es so bisher nur einmal!“ Nils Stauch, Technischer Leiter Einsatz bei der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Sankt Peter-Ording, strahlt stolz. Der eigens präparierte Amarok V6 Comfortline der DLRG hat es in der Tat in sich. Seit Anfang August, genau zum Start der Multivan Kitesurf Masters 2017, schauen Urlauber wie Einheimische auf dem 12 Kilometer langen Strand auf, wenn an ihnen das Einsatzfahrzeug in Candy-Weiß mit der leuchtenden Reflexfolie im DLRG-Design vorbeifährt. „Mit so einem modernen Wagen werden wir ganz anders wahrgenommen“, berichtet Nils Stauch, das Team bekomme fast durchweg nur positives Feedback. Er ergänzt: „Die Leute sehen das als Sicherheitsgewinn.“

„Dieses Auto gibt es so bisher nur einmal!
Nils Stauch
Technischer Leiter Einsatz bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) St. Peter-Ording
Ein Seenotretter sieht durch sein Fernglas.
Damit sind wir einerseits gut am Strand unterwegs und gleichzeitig immer noch komfortabel auf der Straße.
Nils Stauch
Technischer Leiter Einsatz bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) St. Peter-Ording
Der Amarok zieht ein Schlauchboot auf einem Anhänger.

Zuverlässig und beständig

Die DLRG ist die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. Dank ihr kann sich jeder in seiner Freizeit am und im Wasser sicher fühlen. Die Größe des Areals im Weltnaturerbe Wattenmeer in Sankt Peter-Ording birgt eigene Herausforderungen: Neben den Schwimmern sind das ganze Jahr über Kitesurfer, Windsurfer auf der Nordsee oder auch Wattwanderer auf der Sandbank unterwegs, die verarztet werden müssen. Dafür steht Nils Stauchs DLRG-Mannschaft von 25 ehrenamtlichen Einsatzkräften rund um die Uhr und sieben Tage die Woche bereit. „Um diese Aufgabe zu erledigen, benötigen wir zweckmäßiges Material, das sicher, zuverlässig und belastbar ist“, erklärt Einsatzleiter Stauch mit Blick auf den neuen Amarok V6 der DLRG St. Peter-Ording.

Es ist die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte: Seit 2014 nutzte die DLRG St. Peter-Ording zwei Jahre lang einen extra konfigurierten Amarok Canyon, bereitgestellt von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Gleichzeitig starteten sie einen Spendenaufruf, um langfristig ein eigenes Einsatzfahrzeug erwerben zu können. Zusätzlich brachten zwei Benefizkonzerte mit der Big Band der Bundeswehr, mehrere Aktionen, wie etwa ein Buggy-Taxi am Strand, der Kuchenverkauf der Eiderstedter Landfrauen und viele weitere kreative Ideen die nötigen Spenden für das Fahrzeug ein. Im Dezember 2016 war es dann soweit. Ein eigener Amarok wurde bestellt. Viele der Unterstützer hätten sehnlich gewartet und sogar mitgefiebert, wann der Neuwagen endlich da sei, erinnert sich Nils Stauch. Bis er dann vom Autohaus Wolfsburg ausgeliefert und mit allen technischen Raffinessen durch die Firma ALUCA ausgestattet war, hatte gerade der Höhepunkt der Sommersaison Anfang August begonnen. Das war genau das richtige Timing: Zum Start der Kitesurf Masters nahm das Team der DLRG St. Peter-Ording das nagelneue Rettungsfahrzeug in Betrieb. Mit Erfolg, natürlich! „Er hat seine ersten Einsätze mit Bravour bestanden“, freut sich Nils Stauch.

Platz für alles Lebenswichtige bei der Rettung

Eine Seilwinde am Amarok.

Ein Amarok V6 Comfortline diente als Ausgangspunkt für das neue Einsatzfahrzeug. Dann kamen die vielen Extras: TETRA Digitalfunkgeräte mit Freisprecheinrichtung, ein Schnorchel für höhere Luftansaugung und ein verstärktes Fahrwerk von Seikel. Der speziell angefertigte Heckausbau schaffte auf der Ladefläche Platz für zwei große Schubladen. In der einen befinden sich nun sicher verstaut das EKG-Gerät mit Defibrillator, eine elektrische Absaugpumpe und zusätzliche Handfunkgeräte für den Bootseinsatz. Die andere bietet Platz für drei unterschiedliche Rettungsrucksäcke. Je ein Rucksack für Kreislauf, Sauerstoff und ein spezielles Trauma-Package sowie die gesamte Einsatzdokumentation. Über den Schubladen ist ein Spineboard für Trauma-Patienten gelagert. Dort befinden sich auch weitere Einschubfächer, in denen sechs Einzelkisten für verschiedenes Rettungsmaterial Platz finden. Darin werden Rettungswesten, Boots-Schutzhelme, Bergungsmaterial, Werkzeug, große LED-Taschenlampen, eine Kennzeichnungsweste und – nicht zu vergessen – auch die nassen Sachen nach dem Bootseinsatz verstaut.

Auch das Hardtop der Firma Road Ranger überzeugt. Nicht nur, weil es sich bequem von drei Seiten bedienen lässt. Seine separaten Seitenklappen kann die Rettungsmannschaft mittels einer Funkfernbedienung einzeln öffnen. So lässt sich das Material leichter und vor allem schneller entnehmen. Stauch: „Das ist sehr ergonomisch für die Einsatzkräfte, so müssen sie nicht erst umständlich auf die Ladefläche steigen.“ Oben ziert das Dach des neuen Amarok ein Blaulichtbalken mit LED-Technik der Firma Hänsch. Komplett mit einem zusätzlichen Martinshorn inklusive Kompressor-Fanfaren, verbaut von ALUCA. Arbeitsscheinwerfer nach vorne und zu beiden Seiten sowie gelbe Heckblitzer sind in den Blaulichtbalken direkt integriert. „Bei dem dichten Urlauberverkehr im Ort müssen wir besonders gut sichtbar und von den Verkehrsteilnehmern jederzeit wahrnehmbar sein. Im Ernstfall zählt jede Minute, insbesondere Wasserrettungen in den Abendstunden oder im Winter mit den kalten Temperaturen sind besonders zeitkritisch“, berichtet Nils Stauch. Darüber hinaus erwähnt er auch die spezielle All-Terrain-Bereifung des Fahrzeugs für alle Böden: „Damit sind wir einerseits gut am Strand unterwegs und gleichzeitig immer noch komfortabel auf der Straße.“

Der Amarok der DLRG St. Peter Ording.