Das Volkswagenwerk in Hannover selbst ist nach rund 30 Großbauvorhaben im Laufe seiner 40-jährigen Geschichte immer noch nicht zur Ruhe gekommen, weitere Erweiterungen sind geplant. Dieser "unmögliche Transporter", der von Hannover aus die Welt des Automobils verändert hat, hat – vielleicht mehr als wir glauben – das Gesicht unserer Welt, unser Lebensgefühl und unsere Erinnerungen geprägt.
Vier Generationen Transporter von Volkswagen, jeder einzelne Typ unverwechselbar, liebenswert, jedes Mal ein Schritt voran an die Spitze der Automobiltechnik.
1997
Der 8.000.000ste Volkswagen-Transporter wird produziert. Im September wird die Volkswagen Poznan GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Volkswagen AG, Bestandteil von VWN. Die Marke wird für den polnischen Standort ergebnis- und produktionsverantwortlich. Die Gesellschaft ist am 1. Dezember 1993 als Joint-venture zwischen der Volkswagen AG und dem polnischen Hersteller von Landwirtschaftsfahrzeugen, Tarpan, gegründet worden.
1998
Eine Million T4. Zu diesem Jubiläum erhält der Bestseller neue leistungsstarke Dieselantriebe: TDI® 65 kW, TDI® 75 kW Automatik und TDI® 75 kW syncro. Als stärkster Dieselmotor steht nun ein TDI® 111 kW zur Verfügung.
1999
Der überarbeitete Multivan mit verbesserter Innenraumgestaltung wird vorgestellt – er verfügt zum Beispiel über drehbare Einzelsitze in der zweiten Reihe. Die Produktpalette der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge reicht vom leichten Stadtlieferwagen Caddy über den Bestseller Transporter mit seinen Pkw-Varianten Caravelle und Multivan bis zur LT-Baureihe mit 4,6 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.
Volkswagen Nutzfahrzeuge erfüllt alle Wünsche vom einfachen Kastenwagen über branchenspezifische Komplettfahrzeuge bis zum voll ausgestatteten multimedialen Office-Mobil, der Großraumlimousine Caravelle Business. Mit überlegener Diesel-Direkteinspritzer-Technologie, die bis zum dynamischen Spitzentriebwerk mit 111 kW reicht, ist Volkswagen Nutzfahrzeuge weltweit führend. Wirtschaftlichkeit, Qualität, Funktionalität, Sicherheit, Design und Technik charakterisieren die Fahrzeuge, die kontinuierlich optimiert werden.
Ende November 1999 läuft das 250.000ste Fahrzeug im Werk Poznan vom Band. Seit der Gründung im Jahr 1993 hat Volkswagen Poznan stark expandiert. Diese Entwicklung zeigt sich besonders im steigenden Produktionsvolumen (1993: 235 Fahrzeuge / 1995: 15.000 Fahrzeuge / 1997: 60.000 Fahrzeuge), in der kontinuierlichen Steigerung der Qualität und in der Weiterentwicklung und Vertiefung der Fertigungstechnologien. Hauptprodukte sind der VW Transporter und der Skoda Fabia.
2000
Seit dem 1. Januar ist Volkswagen Nutzfahrzeuge für die industrielle Steuerung der Nutzfahrzeugaktivitäten der am Standort Resende (Brasilien) gefertigten Lkw (7–42 Tonnen) und Bus-Chassis (8 und 16 Tonnen) verantwortlich.
Das brasilianische Werk in Resende ist eine der modernsten Lastwagen- und Omnibusfertigungen der Welt. Das so genannte "Consórcio Modular" am Standort wurde 1995 von Volkswagen do Brasil und sieben Partnern aus der Zulieferindustrie mit einer 250-Millionen-Dollar-Investition gegründet. Es ist ein Produktionskonzept, mit dem die Zulieferer direkt in den Fertigungsprozess integriert werden.
Weitere Schwerpunktmärkte sind neben Brasilien auch Argentinien, Chile und Bolivien. 120 Händler repräsentieren auf dem südamerikanischen Markt die Lkw-Reihe aus Resende.
Im Februar wird die Lkw-Produktreihe mit 15 Modellen der Gewichtsklassen 7–42 Tonnen ("Series 2000") vorgestellt – mit technischen Neuerungen, die Produktivität und Profitabilität der Resende-Produkte erhöhen.
Im Juni eröffnet VWN am Standort Hannover ein neues Kunden Center. Es ist ein Ort der Begegnung zwischen VWN-Mitarbeitern, privaten Kunden sowie vielen Handwerkern und Gewerbetreibenden, für die die Fahrzeuge von VWN oft das wichtigste Transportmittel sind. Im Kunden Center werden auch Fahrzeugflotten etwa für die Polizei oder große Unternehmen in Empfang genommen.
Im Juli erhält VWN einen eigenen Markenvorstand. Sprecher des Markenvorstands ist Bernd Wiedemann. Weitere Vorstandsbereiche sind Produktentwicklung, Produktherstellung, Vertrieb und Marketing sowie Personal.
Die Ertragskraft der Marke versetzt VWN in die Lage, mit eigenen Mitteln das Werk Hannover neu zu strukturieren und zu modernisieren. Es fließt nicht nur Geld in die Entwicklung neuer Produkte und den Aufbau neuer Anlagen. Auch in soziale Belange werden Millionen investiert: Parkplatzflächen werden verbessert, Straßen, Fußwege, Eingangsbereiche und ein großer Teil der Grünflächen werden neu gestaltet.
Im Verlauf des Jahres 2000 wird in Hannover die neue, 70 Millionen Euro teure Großraumsaugerpresse aufgebaut. Es handelt sich um eine der größten Pressenstraßen der Welt. Die Außenmaße der Halle sind mit 195 Metern Länge, 40 Metern Breite und 29 Metern Höhe beeindruckend.
Die Produktion an den Standorten Hannover, Poznan und Resende erreicht im Jahr 2000 Rekordniveau: In Hannover werden 178.000 Fahrzeuge gebaut (139.000 Transporter, Caravelle und Multivan und mehr als 39.000 LT). Die Gesamtstückzahl ist die höchste, die im Werk Hannover von den Baureihen T4 und LT jemals erreicht wurde. Auch die Werke in Poznan (Polen) und Resende erzielen im Jahr 2000 Produktionsrekorde. Umsatz, Absatz und Ergebnis der Marke spiegeln dieses wider. Caravelle und Multivan erhalten den neuen Benzinmotor V6 mit 150 kW.