
Der Caddy und der Multivan starten durch.2001 Im Mai wird im Werk Poznan eine neue Lackiererei in Betrieb genommen. Die Gesamtinvestition hierfür beträgt 140 Millionen Euro. Volkswagen Truck and Bus South America Operations stellt im November auf der "International Transport Show" in Sao Paulo die mit vielen Neuigkeiten aufwartende 2002er Lkw-Produktionslinie vor. 20 unterschiedliche Modellvarianten mit mehr als 200 Ausstattungsoptionen sind erhältlich. Zudem werden so genannte "customized trucks" komplett nach spezifischen Kundenwünschen montiert. Die Vielfalt an Optionen ist das Ergebnis der VWN Herstellungsphilosophie: Das Produkt muss sich dem Kunden anpassen, nicht umgekehrt. Im November 2001 feiert das Werk seinen fünften Geburtstag und fertigt sein 200.000. Fahrzeug seit der Markteinführung des ersten VW-Lkws in Brasilien (1981). 2002 Im Zuge der Neustrukturierung der Volkswagen AG wird Volkswagen Nutzfahrzeuge zum 1. Januar dritte Säule des Konzerns. Alle Nutzfahrzeugprodukte der Volkswagen AG werden durch die in Hannover sitzende Marke VWN geführt. Die Werke Hannover und Poznan werden weiter für die Produktion der neuen Transportergenerationen T5 und Stadtlieferwagen ausgebaut. Dafür werden insgesamt 1 Milliarde Euro investiert. Im Juni erhält der Standort Hannover den Zuschlag für den Bau des Microbus, die neue Interpretation der Großraum- und Freizeitlimousine. Im Rahmen des Projektes 5000 x 5000 werden damit in naher Zukunft 1500 neue Arbeitsplätze in Hannover geschaffen. Die Produktion des Fahrzeugs, das hauptsächlich auf den amerikanischen Markt zielt, soll Ende 2006 beginnen. Im September wird ein neuer Kooperationsvertrag mit DaimlerChrysler über die gemeinsame Entwicklung des LT-/Sprinter-Nachfolgemodells unterzeichnet, das 2006 auf den Markt kommen soll. Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover wird zudem das neue Dienstleistungspaket "CarePort" vorgestellt. Es ist auf die gewerblichen Einzel- und Großkunden von Volkswagen Nutzfahrzeuge zugeschnitten. Damit geht die Marke auch im Dienstleistungsbereich neue Wege.
Am 3. März fällt der Startschuss für die Serienproduktion des neuen Multivan. Nach 13 Jahren erhält der T4, bis dahin Maß aller Dinge für Transporter, Großraumlimousinen und Freizeitmobile, mehr als würdige Nachfolger. Die neuen Modellreihen Multivan und Transporter sind nunmehr eigenständige, deutlich differenzierte Fahrzeuge. Der Multivan erlebt seine Fahrvorstellung in Valencia und wird im März auf dem Automobilsalon in Genf der Öffentlichkeit präsentiert. Der in drei Grundversionen angebotene Multivan überzeugt als familienfreundliche Großraumlimousine und durch seine höchst flexible Innenausstattung. Im Basismodell, in der Serienausstattung Comfortline sowie in der "Highline"-Variante ermöglicht das variable Schienensystem die freie Verschiebbarkeit der Rückbank sowie den Einbau zusätzlicher Tische, Sitze oder Transporthalterungen. Die Fachpresse reagiert euphorisch: "Er zieht wie ein Stier!", schreibt beispielsweise "Auto Motor Sport" über den Multivan und titelt: "Roter Riese". Und das Fazit der "Auto Bild" lautet: "Der Multivan setzt neue Maßstäbe in seiner Klasse." Der neue Transporter gibt im April seine Messepremiere auf der AMI in Leipzig. Komplett neu konzipiert, bietet der "Neue" den Kunden noch größere Möglichkeiten: Mit drei Dachhöhen, als klassischer Kastenwagen, Kombi, Pritsche, Doppelkabine oder Fahrgestell, gebaut in acht Karosserieformen und 375 Varianten sowie der Wahlmöglichkeit zwischen vier Diesel- und zwei Benzinmotoren, erfüllt der neue Transporter jeden individuellen Wunsch. Und sofort hagelt es renommierte Preise: Der neue Transporter wird "Transporter des Jahres" in der Expertenwahl der Fachzeitschriften "Lastauto Omnibus" und "transaktuell". Die englische Fachzeitschrift "What Van" kürt ihn zum "Van of the Year". Und im September zeichnet ihn die internationalen Fachjournalisten der ACE mit dem begehrtesten aller Preise aus: Der neue Transporter wird "International Van of the Year 2004". Der neue California wird im August auf dem Düsseldorfer Caravansalon erstmals gezeigt. Revolutionär sind unter anderem die Leichtbaumöbel aus Aluwell und das elektrohydraulisch aufstellbare Dach - ebenfalls aus Aluminium. Neu ist auch die Fertigung in Eigenregie. Ab 2004 baut Volkswagen Nutzfahrzeuge den California in einem kleinen, neuen Werk in Hannover-Limmer.
Wahlweise wird er als Kastenwagen mit zwei seitlichen Schiebetüren, oder als familienfreundlicher Kombi und mit bis zu sieben Sitzen angeboten. Größer und flexibler in seiner Ausstattung als jedes Fahrzeug seiner Klasse, wird die dritte Generation des Caddys, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, von VWN in Eigenregie entwickelt und für den europäischen Markt ausschließlich im polnischen Poznan produziert. Der Standort Poznan feiert im November sein 10-jähriges Bestehen. "Innerhalb von zehn Jahren ist aus einem Betrieb mit veralteten Produkten eine international wettbewerbsfähige Fabrik mit einer hoch modernen Produktpalette geworden", erklärt Bernd Wiedemann, Sprecher des Markenvorstandes Volkswagen Nutzfahrzeuge und Aufsichtsratsvorsitzender von Volkswagen Poznan, anlässlich des Festakts in Polen. Innerhalb kürzester Zeit ist Volkswagen Poznan zum größten industriellen Arbeitgeber der Region geworden. Aus anfänglich 500 Mitarbeitern sind 4.500 geworden - Tendenz steigend. Ende 2006 wird Volkswagen Nutzfahrzeuge annähernd 600 Millionen Euro in das Werk investiert haben. Neben dem Caddy, von dem 2004 rund 90.000 Stück gebaut werden sollen, laufen hier die Pritschen- und Doppelkabinenversionen des Transporters vom Band. Grund zum Feiern gibt es auch im Dezember: In Brasilien fährt Volkswagen Nutzfahrzeuge erstmals an die Spitze. Im Segment der schweren Lkw (7-45 Tonnen) erobert die Volkswagen Truck and Bus South America Operations, eine hundertprozentige Tochter von Volkswagen Nutzfahrzeuge, im Jahr 2003 Platz 1 im hart umkämpften brasilianischen Lkw-Markt. Mehr als 21.000 verkaufte Lkw und mehr als 4000 Omnibusse bedeuten einen neuen Produktionsrekord für das Werk in Resende. Bis 2006 sollen zudem 400 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Lkw-Modelle fließen. Gleichzeitig kündigt Volkswagen Nutzfahrzeuge an, im Jahr 2004 ein Montagewerk für Lkw in Mexiko zu eröffnen, das jährlich 2000 Einheiten für den lokalen Markt bauen soll. |
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