
Die dritte Transporter-Generation.
Daß der Start dieses T3 nicht so berauschend wie erhofft ausfiel, dürfte an den Fahrleistungen gelegen haben. Denn der immer noch luftgekühlte Boxermotor hatte es nun mit einem Leergewicht von 1.385 Kilogramm zu tun. Mit dem kleineren (1584 ccm) Motor war er nicht schneller als 110 km/h. Und auch die stärkste Variante (1970 ccm/51 kW/68 PS) trieb das Fahrzeug mit maximal 127 km/h über die Autobahn - 3 km/h langsamer als den Vorgänger. Da hatten die unbestreitbaren Vorteile des Neuen es zunächst schwer, die internationale Kundschaft zu begeistern. Erst als der Wasser-Boxer und vor allem der Dieselmotor für mehr Leistung und Durchzugskraft sorgten, wurde der Transporter der dritten Generation zum Erfolgsmodell. Denn sie hatte viel zu bieten: Die um 125 mm breitere Karosse bot nun im Fahrerhaus drei vollwertige Sitze, Spur und Radstand waren gewachsen bei gleichzeitig geringerem Wendekreis. Der ganze Innenraum war nun größer und luftiger, sicherer und auch optisch moderner geworden. Doch die wichtigste Neuerung verbarg sich wiederum unter diesem Kleid: Fahrsicherheit und Komfort hatten einen Riesensprung nach vorn gemacht. Die Vorderachse - doppelte Querlenker, progressiv wirkende Schraubenfedern mit innenliegenden Teleskopstoßdämpfern, dazu ein Querstabilisator - ergänzte die im Prinzip unveränderte Schräglenker-Hinterachse ideal. Die Zuladung wuchs nun auf Werte nahe der magischen 1.000-Kilogramm-Grenze: 995 Kilo beim 1,6-Liter-Motor, 30 Kilo weniger beim schweren 2-l-Wagen. Neben der aktiven Fahrsicherheit nahm auch die passive Sicherheit zu. Crashtests halfen bei der Entwicklung jener Elemente, die im Fall eines Frontal- und Seitenaufpralls die Energie absorbieren und sich gezielt verformen. Im Vorbau des Fahrerhauses verbirgt sich ein Rammschutz, der in Kniehöhe angebracht ist, und in den Türen sorgen stabile Profile für den Seitenaufprallschutz. Die Einführung des Vierzylinder-Diesel-Reihenmotors kam erst 1981. Mit dem Selbstzünder startete auch die dritte Transporter-Generation durch; ein Jahr später legt der durchzugsstarke, wassergekühlte Boxermotor noch einmal nach. Auf der IAA in Frankfurt wird der Volkswagen-M.A.N.-Kooperationslastkraftwagen zwischen 6 und 9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht präsentiert. 1981 - 25jähriges Jubiläum des Volkswagenwerkes Hannover Am 8. März feiert das Volkswagenwerk Hannover sein 25jähriges Jubiläum: Mehr als 5 Millionen Nutzfahrzeuge waren seit der Eröffnung vom Band gelaufen. Der wassergekühlte Boxermotor sowie der modifizierte Dieselmotor des Golf schufen die dringend notwendige Aufbesserung des Transporters. Daß mit dem Diesel eine ganz neue Seite der Erfolgsstory aufgeschlagen worden war, wird den Machern in Hannover damals vielleicht nicht einmal bewußt geworden sein. Jedenfalls wurden die zunächst doch etwas schwachbrüstigen Herzen der neuen Transporter in flotter Folge aufgepäppelt: 1982 kamen 2 neue wassergekühlte Motoren und ein 5-Gang-Getriebe (als Option), 1983 ein 66 kW-Einspritzmotor mit Katalysator und Servolenkung (als Angebot), 1985 der allradgetriebene "syncro" (dessen Teile in Hannover produziert und beim Kooperationspartner Steyr Daimler Puch in Graz endmontiert werden), außerdem erscheint ein neuer, noch stärkerer Motor (mit 82 kW) und der Turbo-Diesel. Die Volkswagen Caminhoes Ltda. beginnt in Brasilien mit der Produktion mittelschwerer Lkw von 11-13 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Produktionsbeginn des Volkswagen Diesel-Transporters im Werk Hannover. Am 13. November entscheidet der Aufsichtsrat über die Nachfolge des erkrankten Vorstandsvorsitzenden Toni Schmücker. Als Nachfolger wird Dr. Carl H. Hahn bestimmt. Am 14. Dezember läuft der erste bei der Volkswagen Argentina S. A., Buenos Aires, gebaute Volkswagen Transporter vom Band. 1982 Am 30. September wird mit dem spanischen Automobilhersteller SEAT, Barcelona, ein Vertrag über Kooperation, Lizenz und technische Unterstützung abgeschlossen.
Der Volkswagen Transporter erhält als Ersatz für die bisherige luftgekühlte Motorengeneration neu konstruierte Wasserboxermotoren mit Leistungen von 44 und 57 kW. |
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